Mikroskopierte Vergangenheit

 

gisela gräning

 

Zeit und Gebrauch hinterlassen Spuren. Gisela Gräning experimentiert mit Fotografien, Zeichnungen, Grafiken oder Röntgenaufnahmen, die sie in ungewöhnlichen Kombinationen zu Composites, eine spezielle Art der Collage, zusammenfügt und bearbeitet. Fotografien entstehen bei G.Gräning meist im Vorübergehen. Unscheinbare, längst vergessene Gegenstände, Unbeachtetes, Verlassenes, leicht Flüchtiges, wie Schatten und Licht, unauffindbare Details werden sorgsam farbpoetisch komponiert. Es entstehen Erinnerungs- und Assoziationsbilder. Durch Schichtung von transparenten Papieren, Folien, Grafiken oder Farben über die Fotografien wird der Blick zentriert. Die Vielschichtigkeit von teilweise schon verschwundenen und halbvergessenen Dingen wird erkennbar.                 R.Bauer 2011

Arbeiten, die zu den Themen „Abraum“, „Unter der Oberfläche“, „Mikroskopierte Vergangenheit“, „Archäologie des Ziegels“ oder „Ikonographische Spurensuche“ entstanden sind, finden sich in den Galerien 1-3.